Fahre den Vision in Regensdorf Probe oder werde Founding Rider

Technologie

So funktioniert es – und deshalb ist es so anspruchsvoll.

Unser hoch spezialisiertes Team hat über Jahre die Technologie entwickelt, auf der der Helm Aegis Rider Vision basiert. Diese Seite erklärt, was der Helm kann, wie er funktioniert und warum er einen Paradigmenwechsel für die Motorradbranche bedeutet.

Das Problem

Jeder Blick nach unten ist ein Sekundenbruchteil ohne Strasse.

Tacho, Navigation, das Handy am Lenker: Jedes davon nimmt deinen Blick für einen Moment von der Strasse, und auf dem Motorrad zählen diese Momente mehr als im Auto. Head-up-Displays sollten das Problem lösen. Doch die bisherigen Helm-HUDs sind kopffixiert: Das Bild klebt an deinem Visier und bewegt sich mit jeder Kopfdrehung mit, sodass es genau auf dem liegen kann, was du gerade sehen willst. Viele Fahrer haben eines ausprobiert und wieder abgenommen.

Wir sind von einer anderen Frage ausgegangen: Was wäre, wenn die Information dort bliebe, wo sie hingehört – auf der Strasse – und nur dann erschiene, wenn du dorthin schaust?

Räumliche Verankerung

Das Motorrad ist die Referenz.

Aegis Rider Vision erfasst Position und Ausrichtung des Helms in allen sechs Freiheitsgraden: drei Positions- und drei Rotationsachsen. Inhalte sind entweder am Motorrad oder in der Welt verankert, nicht an deinem Kopf (nur der Static Mode ohne montierten Sensor hält die Anzeige bewusst fest in deinem Sichtfeld).

Die Sensoren

Drei Signaleingänge. Eine Referenz.

Eine kleine Tracking-Kamera im Kinnbereich des Helms erfasst das Motorrad und misst Position und Ausrichtung des Helms relativ dazu. Die Inertialsensoren im Helm messen seine Bewegung im Raum. Bewegung und Position des Motorrads stammen von einem dritten Sensor am Motorrad: deinem starr montierten Smartphone oder der Pro-Box. Alle drei Signale laufen in einer gemeinsamen Referenz zusammen: dem Motorrad. Ein einzelner Inertialsensor könnte das nie leisten, weil er Kopf- und Motorradbewegung nur vermischt erfasst.

  • Die Tracking-Kamera ist nicht die Action-Kamera und für dich nicht zugänglich; halte sie sauber und verdecke sie nicht mit einem Tankrucksack oder deinen Händen.
  • Das Smartphone liefert Sensordaten sowie Anrufe und Musik – als Display dient es nie.
  • Die gesamte AR-Verarbeitung läuft auf dem Android-Bordrechner im Helm; zum Fahren ist kein Internet nötig.

Geschwindigkeit, Tempolimit, Minikarte mit Strassenverlauf, Uhrzeit, Medien und Anrufe stehen an einer festen Position vor dem Motorrad, normalerweise drei bis vier Meter entfernt. Position und Grösse legst du in der App fest. Drehst du den Kopf, um in die Kurve zu schauen, verlässt das Display dein Sichtfeld; blickst du wieder nach vorn, ist es zurück.

01 / 03

Das HUD bleibt am Motorrad

01

Am Fahrzeug verankert

02

In der Welt verankert

03

Variable Tiefe

Kalibrierung

Zehn Minuten pro Motorrad. Einmalig.

Jedes Motorrad ist anders, also lernt der Helm deines kennen. Füge es in der AR Vision Companion App zur Garage hinzu, montiere das Handy in seiner endgültigen Position und fahre eine kurze geführte Route. Der Helm erstellt daraus ein Modell deines Motorrads und speichert das Profil.

01≈ 10 Min.

Geführte Strecke fahren

Fünfmal links abbiegen, fünfmal rechts abbiegen, eine 45-Sekunden-Gerade bei konstantem Tempo und mindestens fünf Minuten über 20 km/h. Eine Ortschaft mit vielen Kurven eignet sich am besten.

02bis zu ≈ 2 Std.

Upload und Verarbeitung

Der Helm übergibt die Daten an dein Handy, das Handy lädt sie hoch, und unser Backend verarbeitet sie. Du bekommst eine Benachrichtigung, sobald das Profil bereit ist.

031 Min.

Herunterladen und losfahren

Lade das Profil auf den Helm, montiere das Handy genau wie bei der Kalibrierung, tippe auf Launch. Fünf Fahrzeugplätze sind inklusive; zwischen deinen Motorrädern wechselst du in der Garage.

Eine neue Kalibrierung ist nötig, wenn du die Handyhalterung versetzt oder das Erscheinungsbild des Motorrads deutlich veränderst (grosser Tankrucksack, neue Verkleidung). Fährst du offroad auch im Stehen? Dann kalibriere teils sitzend, teils stehend.

Du möchtest dein Smartphone nicht am Lenker befestigen? Das sind deine Optionen!

Static Mode

Der Helm funktioniert ab der ersten Minute – mit oder ohne Halterung.

Ist das Handy gekoppelt, steckt aber in der Tasche, läuft der Aegis Rider Vision im Static Mode: Die Anzeige zeigt Geschwindigkeit und Navigation, die Frontkamera nimmt auf, Anrufe und Musik funktionieren. Der einzige Unterschied: Die Anzeige ist in deinem Sichtfeld fixiert statt am Motorrad verankert. Montiere das Handy oder baue die Pro-Box ein, und Spatial Anchoring schaltet sich ein.

Der Static Mode ist auch nachts die richtige Wahl: Bei sehr wenig Licht sieht die Tracking-Kamera zu wenig vom Motorrad, um die Anzeige zuverlässig zu verankern. Dann wechselst du in den Static Mode und behältst die Anzeige.

Pro-Box

Nichts am Lenker, und eine präzisere Positionsbestimmung.

Ein kleines Modul, das am Motorrad montiert wird, zum Beispiel unter der Sitzbank, mit einem hochpräzisen GNSS-Empfänger und Inertialsensoren. Die Pro-Box ersetzt das Handy als Sensor am Motorrad: nichts am Lenker, eine präzisere Positionsbestimmung als das GPS eines Handys und die Basis für die kommenden Funktionen rund um den Strassenverlauf. {price:Pro-Box}; eine pro Motorrad, das du oft fährst, übertragbar mit einer neuen Kalibrierungsfahrt. Bestelle sie mit dem Helm oder rüste sie später im Shop nach.

Kopffixierte Displays vs. Spatial Anchoring

Warum eine Helm-IMU allein das nicht leisten kann

Ein herkömmliches Helm-HUD bewegt sich mit dem Kopf. Aegis Rider Vision nutzt vollständiges 6-DOF Spatial Anchoring: Fahrzeuginformationen bleiben beim Motorrad und 3D-Navigation erscheint an der tatsächlichen Kreuzung. Schaust du in den Spiegel oder in die Kurve, verlässt das verankerte Display dein Sichtfeld – dein Blick bleibt frei.

Kopffestes HelmdisplaySmartphone am LenkerAegis Rider Vision
Wo die Informationen angezeigt werdenAuf deinem Visier, bewegt sich mit deinem Kopf (0-DOF, kein Tracking)Am Lenker, Blick nach untenVor dir auf der Strasse, verankert am Motorrad und in der Welt (6-DOF Spatial Anchoring)
Informationen ablesenBeim Blickwechsel zwischen virtuellem Display und Strasse müssen die Augen neu fokussierenBeim Blickwechsel zwischen Smartphone und Strasse müssen die Augen neu fokussierenKein erneutes Fokussieren nötig, die Inhalte fügen sich natürlich in dein Sichtfeld ein
Schulterblick oder KurveDas Display bleibt in deinem SichtfeldDu blickst nach unten und dann wieder nach obenDas Display verlässt dein Sichtfeld und kehrt zurück, wenn du nach vorn blickst
NavigationspfeilePfeil auf dem VisierPfeil auf einer kleinen Karte3D-Pfeil an der tatsächlichen Kreuzung
Was die Forschung sagt

Weniger im Sichtfeld bedeutet mehr Aufmerksamkeit für die Strasse.

Die Forschung zur selektiven Aufmerksamkeit zeigt übereinstimmend: Informationen im Sichtfeld beanspruchen Verarbeitungsressourcen, auch wenn sie nicht im Zentrum der aktiven Aufmerksamkeit stehen. Ein dauerhaft sichtbares Display konkurriert mit der Strasse; ein Display, das nur erscheint, wann und wo es relevant ist, tut das nicht. Das ist das Gestaltungsprinzip hinter Spatial Anchoring: Wenn du nach Gefahren Ausschau hältst, liegt das HUD ausserhalb deines Sichtfelds; blickst du in die Kurve, ist der Navigationspfeil Teil der Szene und keine darübergelegte Ebene.

Der Grossteil dieser Forschung stammt aus dem Automobilbereich. Wir gehen davon aus, dass die Mechanismen beim Motorradfahren mindestens ebenso stark wirken, da die kognitiven Anforderungen höher sind. Die Arbeit von Kim und Gabbard zeigt zudem, dass eine gut gestaltete AR-Oberfläche die Wahrnehmung verbessern kann. Auf die Gestaltung kommt es an – deshalb lässt sich die Anzeige bis auf die Geschwindigkeit allein reduzieren.

Lavie, N. (2005). Distracted and confused? Selective attention under load. Trends in Cognitive Sciences, 9(2), 75–82. · Kim, H., & Gabbard, J. L. (2022). Human Factors, 64(5), 852–865. · Lee et al. (2024). Human Factors, 66(7), 1879–1892. · Wang et al. (2022). International Journal of Human–Computer Interaction, 38(9), 837–850. · Murphy, G., & Greene, C. M. (2016). Applied Cognitive Psychology, 30(3), 479–483.

Spezifikationen

Alle Daten.

Verfügbar: Geschwindigkeit, Tempolimit, Uhrzeit, Navigation mit 3D-Pfeilen, Medien und Anrufer, Frontkamera-Aufzeichnung. In Beta mit Founding Riders (Helm + Pro-Box): Kurvenvorschau und die Minikarte für Gruppenfahrten. In Entwicklung (Softwareupdate): der Totwinkelassistent über die Heckkamera, universelle Sena/Cardo-Unterstützung. Auf der Roadmap (Softwareupdate): kurvenreiche Routen in der App. «In Beta» bedeutet, dass Founding Riders damit fahren. «In Entwicklung» bedeutet, dass die Funktion existiert und getestet wird. «Auf der Roadmap» bedeutet, dass sie geplant ist, ohne Datum. Ein festes Datum nennen wir erst, wenn eine Funktion fertig validiert ist.

01

Aegis Rider Vision Helm

Schale
Nexx X.WST3-Plattform, ECE-22.06-zugelassen, Carbon mattschwarz
Grössen
XS 53–54 · S 55–56 · M 57–58 · L 59–60 · XL 61–62 · XXL 63–64 · 3XL 65–66 cm
Gewicht
≈ 2 kg inklusive Helm, Elektronik, Akku und AR Optics; kleinere Schalen sind etwas leichter
Akku
7.000 mAh, integriert; 4–6 h bei aktivem AR-Display; Laden während der Fahrt über USB-C (Motorrad oder Powerbank); Vollladung ≈ 2 h
Kameras
Front-Actionkamera 1080p/30 fps, 135°; Rückkamera 1080p (eingebaut, Aktivierung per Update); Tracking-Kamera für Spatial Anchoring
Speicher
128 GB (≈ 20 h Video)
Audio
Stereolautsprecher und Mikrofon
Bedienelemente
Sechs Tasten links: POWER, ACTION, LEFT, RIGHT, UP, DOWN; Status-LED
Konnektivität
Bluetooth 5.2; WLAN 2,4 GHz für Videoübertragung und Updates
Recheneinheit
Integrierte Recheneinheit mit Android; die gesamte AR-Verarbeitung läuft im Helm
Einsatzbedingungen
IP65; −10 °C bis +40 °C
Visiere
Klares und dunkles Visier, Pinlock-Einsatz, integrierte Sonnenblende; alle X.WST3-Visiere passen
Lieferumfang
Helm, USB-C-Kabel, starre Lenkerhalterung, Helmtasche, Schnellstartkarte
Garantie
2 Jahre auf den gesamten Helm einschliesslich Elektronik
02

AR Optics und App

Display
Stereoskopischer, durchsichtiger optischer Combiner, 1080p pro Auge, Rendering mit variabler Tiefe
Befestigung
Magnetisch; Strom und Bild über einen Kontakt; während der Fahrt abnehmbar
Gewicht
≈ 75 g
Stromversorgung
Vom Helm versorgt; kein eigener Akku und kein eigenes Funkmodul
Anpassung
Drei Abstandshalter und Schrauben für den Abstand zu den Augen; funktioniert mit den meisten Brillen und allen Kontaktlinsen
Tracking
Vollständiges 6-DOF Spatial Anchoring; Motorrad als Referenz
HUD
Geschwindigkeit, Tempolimit, Uhrzeit, Navigation, Minikarte, Medien, Anrufer; Position, Grösse und Tiefe konfigurierbar; 3D-Pfeile oder Abbiegehinweise
Modi
Spatial Anchoring (Smartphone montiert oder Pro-Box) · Static Mode (kopfgebunden, Smartphone in der Tasche)
App
AR Vision Companion, iOS 16+ / Android 13+, kostenlos, kein Abonnement
Smartphone als Sensor
Jedes moderne Android-Smartphone oder iPhone mit Gyroskop, Beschleunigungssensor und GNSS, starr montiert
Navigation
HERE-Karten in der AR Vision Companion App; schnellste / kürzeste / Autobahnen vermeiden (kurvenreiche Routen auf der Roadmap); GPX-Import als Track; nach Kartendownload offline; keine Verbindung zu Garmin/TomTom-Geräten, kein CarPlay/Android Auto
Fahrzeuge
Fünf Motorrad-Slots enthalten; zusätzliche Slots kannst du in der App kaufen.
Pro-Box
Ein kleines Modul, das am Motorrad montiert wird, zum Beispiel unter der Sitzbank, mit einem hochpräzisen GNSS-Empfänger und Inertialsensoren. Die Pro-Box ersetzt das Handy als Sensor am Motorrad: nichts am Lenker, eine präzisere Positionsbestimmung als das GPS eines Handys und die Basis für die kommenden Funktionen rund um den Strassenverlauf. {price:Pro-Box}; eine pro Motorrad, das du oft fährst, übertragbar mit einer neuen Kalibrierungsfahrt. Bestelle sie mit dem Helm oder rüste sie später im Shop nach.
Einsatzbedingungen
−10 °C bis +40 °C. Die AR Optics wird an heissen Tagen warm, denn sie enthält zwei Displays. Bei Fahrten in grosser Hitze setzen Besitzer sie eine Position weiter nach aussen. An sehr heissen Tagen kann eine Temperaturwarnung erscheinen.

Verfügbar: Geschwindigkeit, Tempolimit, Uhrzeit, Navigation mit 3D-Pfeilen, Medien und Anrufer, Frontkamera-Aufzeichnung. In Beta mit Founding Riders (Helm + Pro-Box): Kurvenvorschau und die Minikarte für Gruppenfahrten. In Entwicklung (Softwareupdate): der Totwinkelassistent über die Heckkamera, universelle Sena/Cardo-Unterstützung. Auf der Roadmap (Softwareupdate): kurvenreiche Routen in der App. «In Beta» bedeutet, dass Founding Riders damit fahren. «In Entwicklung» bedeutet, dass die Funktion existiert und getestet wird. «Auf der Roadmap» bedeutet, dass sie geplant ist, ohne Datum. Ein festes Datum nennen wir erst, wenn eine Funktion fertig validiert ist.

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